Wir sind umgezogen !!!
Nach Abwesenheit aus der Museumswelt Hannovers melden wir uns nun wieder zur Eröffnung des neuen Polizeimuseums in Nienburgs Innenstadt an der Weser. In der Langen Straße 20 - 22 wird am kommenden Montag, den 31. Oktober 2011 die Polizeigeschichtliche Sammlung in teils neuem Gewand wieder zu besuchen sein. Ab 13 Uhr begrüßen wir alle Interessierten großen und kleinen Besucher auf zwei Etagen, um Neues und Althergebrachtes zu bestaunen. Außergewöhnliche Fahrzeuge, der Kriminalfall "Haarmann", die Einsicht in die Tatortarbeit und ein historischer Rundgang laden zu Einblicken in die geschichtliche Entwicklung der niedersächsischen Polizei ein.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und heißen Sie herzlich willkommen.
Kommentar aus dem Museum Nienburg
Passat von der Stange geborgen ... die Koffer sind gepackt
Ein großes Feuerwehraufgebot sorgte am 5. Juli gegen 12 Uhr in der Göttinger Chaussee 76 für Aufsehen. Eine nicht alltägliche Übung, wenn man mal einen Streifenwagen aus luftiger Höhe bergen muss... Ramon Schmieder rückte am 5. Juli gegen 12 Uhr mit 15 Kollegen der Feuerwehr Hannover und schwerem Gerät zur Bergung des Wahrzeichens der Polizeigeschichtlichen Sammlung in der Göttinger Chaussee in Hannover an. Deutlich sichtbar werden nun die Veränderungen für die Polizeigeschichtliche Sammlung am Beispiel des VW Passat am Stiel. Das Aushängeschild der PGS wurde von den Kollegen der Feuer- und Rettungswache 5 im Rahmen einer Übung von der Stange geholt. Der Förderkreis der Polizeigeschichtlichen Sammlung bedankt sich herzlich bei dem Team der Rettungswache 5 für den außergewöhnlichen Einsatz. Mehr Bilder vom Einsatz gibt´s in unserem Rundgang.

Für diejenigen, die unsere gepackten Umzugskartons noch nicht mit großen Fragezeichen in den Augen gesehen haben: die Polizeigeschichtliche Sammlung verlässt ihr hannoversches Domizil in der Göttinger Chaussee in den kommenden zwei Monaten. Mit Erlass vom 24.06.2011 hat das MI beschlossen, der Polizeigeschichtlichen Sammlung eine neue Bleibe und einen neuen Namen in Nienburg/ Weser mit direkter Anbindung an die Polizeiakademie zu geben. Ab November 2011 wird die Sammlung als Polizeimuseum Niedersachsen in der Langen Straße 22 – 24 in Nienburgs Zentrum für die Öffentlichkeit zunächst auf etwa 700 Quadratmetern zugänglich sein. Eine Auswahl bedeutender Exponate aus Niedersachsens Polizeigeschichte wird im Rahmen von wichtigen Ereignissen dargestellt. Auch in Zukunft soll es Polizei zum Anfassen insbesondere für kleine und große Kinder geben.
Die Sorge, dass wir Exponate aus unseren Händen geben, soll hiermit aus der Welt geschafft werden. So stellt beispielsweise das Unimog Museum in Gaggenau einen hervorragenden Kooperationspartner für die Ausstellung unserer Größten dar. Einer von fünf gepanzerten Sonderwagen Deutschlands wird Leihgabe an das Museum, das sich mit Herz und Fachverstand um unser Schwergewicht kümmern wird.
Für nicht ausgestellte Exponate, bedeutende Literatur- und Aktenbestände stehen uns Magazinraum und Archiv zur Verfügung, damit wir auch weiterhin in der Lage sind, Wissen und Informationen bereitzustellen. Die Sammlung behält ihre Aufgabe, sodass wir auch zukünftig kuriose und besondere Dinge aus der polizeilichen Arbeit bewahren und zeigen können.
Das Team der Sammlung wird mitsamt der Sammlung nach Nienburg ziehen und dort auch zukünftig daran arbeiten. Bis dahin sind wir in der Göttinger Chaussee zu erreichen. Unsere neuen Kontaktdaten werden sobald wie möglich bekannt gegeben.
07.2011 Schw.
Neue Bleibe für die Polizeigeschichtliche Sammlung
Die Polizeigeschichtliche Sammlung hat eine neue Bleibe im Zentrum der Stadt Nienburg/ Weser gefunden.
Lesen Sie die aktuelle Pressemitteilung des Ministeriums für Inneres und Sport vom 16. Juni 2011 (Nr. 129):
Pressemitteilung vom 16. Juni 2011

women@work.history - Berufstätige Frauen zwischen Wollen und Müssen
Die Ausstellung „Von der Polizeiassistentin zur Führungskraft“ der Polizeiakademie Niedersachsen wird am 17. Februar 2011 im Museum Nienburg/ Weser im Fresenhof eröffnet.
Wie die Frau zum Schutzmann wurde.
Man mag es kaum glauben, aber die ersten Frauen erstritten sich die Einstellung in den Polizeidienst schon zu einer Zeit, als ihre männlichen Kollegen noch Pickelhauben trugen. Danach gab es in den 20er Jahren Schutzpolizistinnen in Uniform ebenso, wie Kriminalbeamtinnen mit Dienstmarke und in dunklen Mänteln. Doch trotz dieser langen Tradition dauerte es noch viele Jahrzehnte, bis die Frau Polizistin ebenso zur Selbstverständlichkeit wurde, wie ehedem der Schutzmann oder der Herr Kommissar.
Diese spannende Entwicklung soll in der Wanderausstellung "Von der Polizeiassistentin zur Führungskraft" mit Hilfe von eindrucksvollen Bildern, hilfreichen Texten, Exponaten und Filmendokumenten nachgezeichnet werden.
Mehr Information zur Ausstellung finden Sie unter:
www.sonderausstellung.polizeigeschichte-niedersachsen.de

Artikel der Nord-West-Zeitung vom 21. Dezember 2010
Innenminister schließt Polizei-Museum
Sammlung will Einrichtung in Hannover nicht weiterführen – Hohe Kosten für Miete und Personal
Die Exponate sollen an anderer Stelle zu sehen sein. Beim Ministerbesuch flog auch die Drohne durchs Museum.
von Marco Seng
Hannover - Zum Finale schwirrte die berüchtigte Drohne durch die Räume des fast vergessenen Museums im Süden Hannovers. Im Frühjahr 2011 soll die Polizeigeschichtliche Sammlung Niedersachsen geschlossen werden. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will die Miete für die Produktionshalle auf dem ehemaligen Telefunken-Werksgelände sparen. Die Exponate wie das berühmte Hackebeil des hannoverschen Serienmörders Fritz Haarmann sollen für künftige Wechsel- und Wanderausstellungen erhalten bleiben.
Bevor der letzte Vorhang fällt, machte sich Schünemann noch einmal persönlich ein Bild von der einmaligen Sammlung. Die Polizei inszenierte für den Minister Szenen von Tatort-
Ermittlungen in früheren Jahren und von moderner Kriminaltechnik. Zum Schluss drehte die berühmte Drohne ihre Runden durch die Museumshallen. Dabei filmte die Kamera des
ferngesteuerten Mini-Hubschraubers die Gäste.
Angefangen hat die Geschichte der Polizeisammlung im Jahr 1900. Damals wurde im neuen Polizeipräsidium in Hannover ein Kriminalmuseum samt Lehrmittelsammlung eingerichtet. Während der Nazi-Zeit ging der größte Teil der Exponate verloren. In den 80er Jahren begann eine Renaissance. Im Zuge der Expo 2000 wurde schließlich das Polizeimuseum mit etwa 1400 Quadratmeter großen Büro- und Ausstellungsflächen sowie Garagen, Stellplätzen und Freiflächen auf dem Telefunken-Gelände eingerichtet. Dort kommen fast nur noch Schulklassen zur Besichtigung.
Neben Bild- und Texttafeln gehören zu der Sammlung historische Uniformen,
Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge, Dokumente und Fotos aus Polizeiakten, aber auch
Ermittlungsakten zur Festnahme der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof 1972 in Langenhagen
und das Richtschwert des hannoverschen Scharfrichters Johann Willhelm Göpel aus dem 17. Jahrhundert.
Nach Kritik des Landesrechnungshofes, dem jährlichen Aufwand von 288 000 Euro für
Miete und Nebenkosten sowie 117 000 Euro für Personal stünden so gut wie keine
Einnahmen gegenüber, hatte das Ministerium die Polizeiakademie als Trägerin des Museums mit einem neuen Konzept beauftragt. Künftig soll eine Kernausstellung der Sammlung im jetzigen Behördenhaus am Waterlooplatz zu sehen sein.
Für den Förderkreis des Polizeimuseums kommt der Auszug überraschend. Der Vorsitzende des Vereins, Andreas Schiefer, bedauerte die Entscheidung ausdrücklich. Die Sammlung müsse weiter öffentlich zugänglich sein.
Kleines Resumee 2009/ 2010
Der Förderkreis der Polizeigeschichtlichen Sammlung Niedersachsen e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Polizeigeschichtliche Sammlung ideell und materiell zu unterstützen. Mit 77 Mitgliedern aus allen Teilen der niedersächsischen Polizei fördert und fordert der Verein ein Bewusstsein für Polizeigeschichte und die Auseinandersetzung mit derselben.
Im Jahr 2009 und 2010 half der Förderkreis bei der Durchführung von Veranstaltungen in der PGS, wie bei der alljährlichen und bei den Besuchern beliebten „Nacht der Museen“. Im September 2009 wurde die historische Ausstellung über die Entwicklung des Polizeiberufs für Frauen mit dem Titel: „Von der Polizeiassistentin zur Führungskraft“ in Nienburg eröffnet. Der Förderkreis unterstützte diese Ausstellung mit der Anschaffung eines Terminals zur Präsentation von historischen Filmen. Eine thematisch dazu passende Kriminalroman-Lesung mit dem Hamburger Autor Robert Brack ergänzte die Ausstellung. Brack verarbeitete historische Geschehnisse der „Weiblichen Kriminalpolizei“ aus den 20er Jahren zu seinem spannenden Krimi „Und das Meer gab seine Toten wieder“. Auch das Benefiz-Konzert zum 100-jährigen Bestehen des Polizeimusikkorps im November in der Polizeigeschichtlichen Sammlung konnte mit Hilfe des Förderkreises ermöglicht werden.

Krimi-Autor Robert Brack im Camponi in Nienburg
2010 wurde die Unterstützung für die kulturellen Aktivitäten in der Sammlung fortgesetzt. So in Form des gut besuchten Theaterstückes „Park-Schein“ von und mit Georg Menro und Claus Wilcke. Die Wanderausstellung „Von der Polizeiassistentin zur Führungskraft“ konnte 2010 in der ZPD in Hannover und im Rathaus in Hann. Münden besucht werden.

Dr. Götting, Bürgermeister Burhenne, Dr. Richter und Direktor Kaul bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus Hann. Münden
Die Entscheidung für den Auszug der Sammlung aus der bisherigen Liegenschaft in der Göttinger Chaussee in der ersten Jahreshälfte 2010 kam auch für den Förderkreis überraschend. In der Jahresversammlung des Vereins im November 2010 bedauerte der Vorsitzende, Andreas Schiefer, ausdrücklich diese Entscheidung. Er betonte weiter die Wichtigkeit des Fortbestandes einer polizeihistorischen Sammlung als öffentlich zugängliche Ausstellung im Bereich der Landeshauptstadt Hannover.
Trotz dieser Entwicklung hat der Förderverein die Übertragung von Exponaten in den Besitz der Sammlung weiter vorangetrieben. So wurde beispielsweise eine preußische Offizierspickelhaube als Spende ebenso übergeben, wie ein Konvolut von Modellfahrzeugen aus Privatbesitz, das der Förderkreis zu guten Konditionen erwerben konnte.
Gerade in dieser Zeit nachhaltiger Veränderungen ist der Förderkreis auf Unterstützung angewiesen, damit das Motto der Polizeigeschichte „Zukunft braucht Herkunft“ seine Berechtigung behält. Der Förderkreis ist unter der Adresse und der Telefonnummer der Polizeigeschichtlichen Sammlung (Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover; 0511-1235629 201) zu erreichen.
Unsere Homepage www.polizeigeschichte-niedersachsen.de konnte in der zweiten Jahreshälfte überarbeitet und aktualisiert werden, so dass Besucher der Webseite sich stets über den neuesten Stand der Diskussion um Polizeigeschichte in Niedersachsen informieren können.
Artikel im Weser Kurier vom 24./ 25./ 26. Dezember 2010
Artikel der HAZ vom 30. Dezember 2010
Die Jahreshauptversammlung der Mitglieder des Förderkreises der Polizeigeschichtlichen Sammlung Niedersachsen e.V. fand am 30. November 2010 um 17.00 Uhr in den Räumen der Polizeigeschichtlichen Sammlung in Hannover statt.
Quo vadis PGS – oder aus dem Leben einer Wanderausstellung
Einsparungen
im Landeshaushalt betreffen nicht nur die Wasserschutzpolizei und die
Polizeihubschrauberstaffel, sondern leider auch die
Polizeigeschichtliche Sammlung. Sie wird deshalb spätestens im Sommer
2011 umziehen. Wohin die Reise gehen wird, ist noch nicht entschieden.
Es
ist nicht der erste Ortswechsel des Polizeimuseums. Angefangen hat die
Geschichte um 1900 im nagelneuen Polizeipräsidium in Hannover als
Kriminalmuseum und Lehrmittelsammlung. 1926 berichtete eine hannoversche
Tageszeitung ganzseitig über das Erlebnis eines Besuchs in der
Ausstellung. Kurz zuvor war der Serienmörder Friedrich Haarmann
hingerichtet worden und das Museum beteiligte sich mit dem
Original-Wohnzimmer Haarmanns auf der großen Polizeiausstellung in
Berlin.
Der Nationalsozialismus brachte das Ende des ersten
Polizeimuseums. Aus Verblendung oder Naivität wurde noch kurz vor
Kriegsende in den Räumen der Sammlung eine Seidenraupenzucht begonnen.
Wollte man mit Hilfe der Insektenlarven tatsächlich noch den Endsieg
erreichen? Wie dem auch sei. Das Polizeimuseum verlor zuerst seine
Ausstellungsräume und nach und nach fast alle Exponate. Nur wenige
Relikte sind aus dieser Zeit heute noch vorhanden.
Die
Renaissance der Polizeigeschichte begann Mitte der 1980er Jahre. Das
Innenministerium beschloss, wieder ein Polizeimuseum aufzubauen. Die
neue Sammlung wurde Teil der Nachwuchsgewinnung und der
Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Erste Vorbereitungen begannen wieder
in der Hardenbergstraße, doch mit dem Sammeln wurde erst nach dem Umzug
in die Herschelstraße begonnen, in einem Gebäude der heutigen PI-Mitte.
1992
konnte der Öffentlichkeit im Lichthof der Dresdner Bank in Hannover
eine erste Ausstellung gezeigt werden, die anschließend auf Wanderschaft
ging. Kurz darauf zog die Sammlung wieder um, diesmal in die
Tannenbergallee zur Bereitschaftspolizei. Ein fester Museumsort war
damit aber immer noch nicht gefunden. Das änderte sich erst im Expo-Jahr
2000. Das Ministerium gab grünes Licht und in einer Produktionshalle
der ehemaligen Firma Telefunken am Ricklinger Kreisel wurde das heutige
Museum aufgebaut. Hier fanden auch die umfangreichen Magazin-,
Bibliotheks- und Archivbestände eine Bleibe. Seither gehört die
Polizeigeschichtliche Sammlung wieder fest zum Reigen der Museen in
Hannover. Deutlich wird das alljährlich zur Nacht der Museen, wenn etwa
1.000 Gäste die Ausstellung regelrecht bestürmen. Seit 2007 ist die
Sammlung Teil der Polizeiakademie, womit erstmals polizeigeschichtliche
Themen Aufnahme in die Ausbildung der Polizei fanden.
Jetzt,
im Jahr 2010, beginnt erneut die Suche nach einer zukunftsfähigen
Lösung für die Polizeigeschichtliche Sammlung, denn leider steckt in der
Vergangenheit immer ein Stück Vergänglichkeit, die uns die
Dauerhaftigkeit auf Dauer erschwert.
12. Nacht der Museen am 12. Juni 2010
Die Tore der Polizeigeschichtlichen Sammlung öffneten sich in diesem Jahr am 12. Juni ein weiteres Mal zur Nacht der Museen. Trotz der Fußball WM in Afrika und mittelmäßigem Wetter fanden 827 Besucher ihren Weg ins Museum. Die Sonderbusse der üstra Verkehrsbetriebe waren ein willkommener Service für unsere Gäste. Im Ringverkehr hielten die Busse alle 20 min direkt vor dem Eingang der Sammlung und sogar mit dem letzten Bus gegen 0.30 Uhr kamen noch Neugierige ins Museum.
Polizeistudent Carsten Minasch stand interessierten Besuchern für Fragen und Anregungen zu seinen fotografischen Kunstwerken zur Verfügung, während die Mitglieder des Förderkreises der Polizeigeschichtlichen Sammlung bei Organisation und Fragen zur Geschichte unterstützten. In zahlreichen Führungen hatten die Gäste der Sammlung Gelegenheit zum Einblick in Polizeihistorie sowie den wohl bedeutendsten Kriminalfall in Hannovers Geschichte – den Fall des Serienmörders Fritz Haarmann. Kinder wie auch Erwachsene nutzten mit viel Spaß die Gelegenheit, sich erkennungsdienstlich fotografieren zu lassen während gewiss selten in einer Dienststelle der Polizei an einem Abend so zahlreich Fingerabdrücke genommen werden konnten. Durchweg positive Kommentare von Gästen zur Sammlung und Betreuung durch unsere Helfer und Mitarbeiter fanden ihren Weg in das Gästebuch, wie z.B. von Peter und Brigitte aus Hannover: „Beeindruckend die Geschichte der Polizei dargestellt. Für jedes Alter immer wieder empfehlenswert, auch für die heutige Zeit.“
Die Mitarbeiter der Sammlung bedanken sich herzlich für die Unterstützung durch den Förderkreis, Carsten Minasch und die Kollegen aus den Dezernaten 01 und 24, die bis in die späten Abendstunden mit Engagement und Freude an dem gelungenen Event teilhatten.

Theaterstück "Park-Schein" vom 8. bis 10. April 2010
Erfolgreich luden die Mitarbeiter der Polizeigeschichtlichen Sammlung vom 8. bis 10. April abends zum Theaterstück „Park-Schein“ von Georg Menro nach Hannover ein. So fanden sich neben ca. 130 Zuschauern, Kunst- und Theaterkoryphäe Reinhard Schamuhn und zahlreiche Persönlichkeiten der Branche unter den geladenen Gästen zur Ur-Aufführung im Polizeimuseum ein.
Das Stück um den von Leben und Ehe gebeutelten Bänker Alfons, der Mithilfe des Ex-Clowns Rigo und der Prostituierten Jeanette in „Therapie“ geht, brachte die Besucher zum Schmunzeln, Staunen und an manch Stelle zum Augenbrauen Hochziehen.
Ein durchweg gemischtes Publikum aller Altersklassen erfreute sich der Kriminal-Komödie von Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Georg Menro. Trotz der insgesamt ca. 300 Zuschauer äußerten sich kritische Stimmen in der Presse zu Inhalt und Spiel der Darsteller, aber mit Claus Wilcke als alterndem doch ideenreichen Zirkusclown und Kim Eberhardt im knallroten Lackmini schaffte Menro ein solides Stück mit Humor und leiser Kritik an Gesellschaft und Menschlichkeit.

Volles Haus bei Kerzenschein: "Warte, warte nur ein Weilchen..."
Der Förderkreis der Polizeigeschichtlichen Sammlung hat am Abend des 20. November 2008 seine jährliche öffentliche Veranstaltung durchgeführt. Etwa 270 Gäste fanden sich zum angekündigten Programm „tendenziell kriminell“ des Hannoverschen Vereins „Text und Töne“ ein.
Bei Kerzenschein und gedämpfter Atmosphäre trugen Elke Reisert und Dr. Sabine Göttel Kriminalgeschichten aus Hannover und dem Umfeld vor. Die Zeitreise reichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und war eine spannende und unterhaltsame Lektüre. Den Vortragenden gelang es sehr gut, die Menschen und die Zeitumstände hinter den Geschehnissen verständlich zu machen. Vom Räuber aus dem Dreißigjährigen Krieg, der selber seine Familie und sein Hab und Gut verloren hatte, bis hin zum Massenmörder Haarmann und dem eigenartigen Kult um dessen Person, spannte sich der Bogen. Dabei versuchten die Vortragenden über das Mittel der unmenschlichen Strafen, wie „Rädern“, „Vierteilen“ und „Köpfen“ ihr Credo zu bekräftigen, dass trotz aller Gewalt der Verbrechen der Staat gehalten sei, seine Humanität nicht zu vergessen. Menschenwürde und Todesstrafe seien nicht miteinander vereinbar.

Begleitet wurden die Vortragenden durch die drei Musiker der Formation „FeelHarmonica“, die bekannte Krimimelodien aus Film und Fernsehen beisteuerten. Durch den Beifall der Gäste fühlte sich auch der Vorsitzende der Förderkreises, der ehemalige Landespolizeidirektor Andreas Schiefer, in seiner Einschätzung bestärkt, dass die Veranstaltung ein Erfolg für die Polizeigeschichtliche Sammlung sei. Bei einem Glas Wein, interessanten Gesprächen und einem Gang durch die Ausstellung ließen viele Gäste den Abend dann allmählich ausklingen.
Dirk Götting