Sonderausstellung „Schlacht um Grohnde“

25.09.2017 | Kategorien: Ausstellung, Polizeimuseum, PoliZeitGeschichten
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Grohnde-Ausstellung

Ab 19. November zu Gast im Polizeimuseum  

Die „Schlacht um Grohnde“ – auch nach 40 Jahren ist sie vielen in Niedersachsen ein Begriff; noch heute wecken Bilder der gewaltsamen Auseinandersetzungen bei den damals Beteiligten Emotionen. 

Was war damals passiert? Am 19. März 1977 eskalierte ein Polizeieinsatz zur Räumung des besetzten Baugeländes für das Atomkraftwerk Grohnde. Der Protest gegen eine zivile Nutzung der Kernenergie in Deutschland kippte in Auseinandersetzungen von zuvor ungekanntem Ausmaß. Schnell setzte sich hierfür die Bezeichnung „Schlacht um Grohnde“ durch. Dass dies keine Übertreibung war, zeigen historische Film- und Fotoaufnahmen. Aus ihnen wird der teils beinahe bürgerkriegsähnliche Charakter des Geschehens deutlich. Für die damals Beteiligten – sowohl auf Demonstranten- als auch auf Polizei-Seite – sind die Ereignisse zum Teil bis heute traumatisch.  

Grohnde 1977

Der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom hat die damaligen Geschehnisse in einer Ausstellung aufgearbeitet. Sie fußt auf Erfahrungsberichten von Zeitzeugen mit verschiedenen, teils kontroversen Sichtweisen auf den dramatischen Verlauf. Vom 19. November 2017 bis Ende Januar 2018 wird die Ausstellung im Polizeimuseum gezeigt und durch Veranstaltungen und Führungen mit Zeitzeugen um eine polizeiliche Dimension erweitert. 

 

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