Freunde – Helfer – Straßenkämpfer. Die Polizei in der Weimarer Republik

Titel Weimarer Republik

Freunde und Helfer einerseits, Straßenkämpfer andererseits – das ist der wesentliche Gegensatz, der die Polizei in der Weimarer Republik prägte.

In der jungen Demokratie entstand die Idee einer bürgernahen, republikanischen Polizei. Es war eine Abkehr vom militärisch auftretenden Polizisten der Kaiserzeit. Durch Reformen und eine hochwertige Ausbildung sollten Polizisten zu fachlich fähigen und republikanisch gefestigten Beamten werden. Der Fortschritt in Technik und Wissenschaft trug dazu bei, die Polizeiarbeit zu professionalisieren. Trotzdem blieben die Traditionen der Kaiserzeit in der Polizei stark. Einige Beamte lehnten die Demokratie ab und wünschten sich einen autoritären Staat.

Auf die bürgerkriegsähnlichen Unruhen in den Anfangsjahren der Weimarer Republik reagierte die Polizei oft mit militärischen Mitteln und Strategien. In den blutigen politischen Kämpfen ab 1929 wurde der Straßenkampf für sie dann alltäglich. Als die Nationalsozialisten 1933 ihre Diktatur errichteten, ließ sich die Polizei in kürzester Zeit zur Helfershelferin umformen. 

Die Ausstellung lädt Sie ein, diese widersprüchliche Geschichte der Polizei in der Weimarer Republik kennenzulernen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der preußischen Polizei mit einem Blick auf die Gebiete des heutigen Niedersachsens. 

Ausstellungsorte

  • 18.10.2018 Niedersächsischer Landtag in Hannover

 

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Veranstaltung: Die Rolle der Polizei in Demokratie und Diktatur

Interessierte Einrichtungen, die ebenfalls die Ausstellung zeigen möchten, können sich an das Polizeimuseum Niedersachsen wenden unter: polizeimuseum@akademie.polizei.niedersachsen.de

Kurzer Beitrag im NDR vom 18.10.2018