Freunde – Helfer – Straßenkämpfer. Die Polizei in der Weimarer Republik

Titel Weimarer Republik

Freunde und Helfer einerseits, Straßenkämpfer andererseits – das ist der wesentliche Gegensatz, der die Polizei in der Weimarer Republik prägte.

In der jungen Demokratie entstand die Idee einer bürgernahen, republikanischen Polizei. Es war eine Abkehr vom militärisch auftretenden Polizisten der Kaiserzeit. Durch Reformen und eine hochwertige Ausbildung sollten Polizisten zu fachlich fähigen und republikanisch gefestigten Beamten werden. Der Fortschritt in Technik und Wissenschaft trug dazu bei, die Polizeiarbeit zu professionalisieren. Trotzdem blieben die Traditionen der Kaiserzeit in der Polizei stark. Einige Beamte lehnten die Demokratie ab und wünschten sich einen autoritären Staat.

Auf die bürgerkriegsähnlichen Unruhen in den Anfangsjahren der Weimarer Republik reagierte die Polizei oft mit militärischen Mitteln und Strategien. In den blutigen politischen Kämpfen ab 1929 wurde der Straßenkampf für sie dann alltäglich. Als die Nationalsozialisten 1933 ihre Diktatur errichteten, ließ sich die Polizei in kürzester Zeit zur Helfershelferin umformen.

Die Ausstellung lädt Sie ein, diese widersprüchliche Geschichte der Polizei in der Weimarer Republik kennenzulernen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der preußischen Polizei mit einem Blick auf die Gebiete des heutigen Niedersachsens.

Ausstellungsorte

  • 18.10.2018 – 06.11.2018 Niedersächsischer Landtag in Hannover
  • 26.02.2019 – 31.03.2019 Polizeidirektion Hannover
  • 21.05.2019 – 30.06.2019 Landgericht Göttingen
  • 27.08.2019 – 25.09.2019 Ehem. Staatsministerium Oldenburg
  • 06.01.2020 – 23.01.2020 Niedersächsische Landesvertretung Berlin
  • 23.03.2020 – 08.05.2020 Stadtbibliothek Braunschweig

Geplant ist die Ausstellung in: Lüneburg, Hannover, Hameln

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Veranstaltung: Die Rolle der Polizei in Demokratie und Diktatur

Sie möchten die Ausstellung in Ihrem Haus zeigen? Sie können sich zum jeweiligen Ausstellungsort mit Exponaten, Zeitzeugnissen oder Fotos beteiligen? 

Wenden Sie sich gern ans Polizeimuseum Niedersachsen unter 05021 844-1842 oder per Mail polizeimuseum@akademie.polizei.niedersachsen.de

Kurzer Beitrag im NDR vom 18.10.2018